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gesprochen von Markus Kambeck

 

FC Heidenstücker 1957 e.V.

Fußball war wie vielerorts bei den jungen Männern der Heidenstücker-Siedlung die beliebteste sportliche Betätigung. Um der bis dahin „wilden Kickerei“ eine gewisse organisatorische Ordnung zu geben, wurde 1957 in der Gaststätte „Siedlerheim“ beschlossen, eine sogenannte „Stammtisch-Mannschaft“ zu gründen. Die Vereinsgründer hatten von Anfang an die Absicht, einen „Freizeitverein“ zu etablieren, eine Teilnahme an Punktespielen des Fußballverbandes stand nicht zur Diskussion. Nach den Gaststätten, in denen sich die Fußballspieler trafen, nannte der Verein sich wechselweise „Siedlerheim“ oder „Staufenberg“. Durch Teilnahme an Turnieren für Freizeitmannschaften wurden die „Heidenstücker-Kicker“ in der Region bekannt. 1972 wurde von den Mitgliedern schließlich der Vereinsname „FC Heidenstücker“ beschlossen. Mit dieser Namensänderung wurde die Zuerkennung des Status einer Untergruppe beim Verein Siedler- und Eigenheimer Heidenstücker ermöglicht. Durch den Eintrag in das Vereinsregister erlangte der FC Heidenstücker 1977 die Rechtsfähigkeit.

Die Verwaltunsmitglieder und Aktiven des FC Heidenstücker um 1983.

Die Verwaltunsmitglieder und Aktiven des FC Heidenstücker um 1983.

In früherer Zeit veranstaltete der Verein regelmäßig ein gut besuchtes Turnier, das erst auf dem Platz des FSV Hardeck, später beim FV Grünwinkel und bei Olympia Hertha Karlsruhe ausgetragen wurde. Der größte sportliche Erfolg des FC Heidenstücker war der Pokalgewinn 1981 bei dem mit 30 Mannschaften besetzten Turnier der Interessengemeinschaft für Freizeitfußball Karlsruhe. Ein zwar mit viel Aufwand verbundenes, bei den Siedlungs-Bewohnern jedoch ungemein beliebtes geselliges Ereignis war das vom Verein ab 1973 regelmäßig veranstaltete Waldfest auf dem Platz neben der Gaststätte Siedlerheim. Durch diese Veranstaltung rückte der FC Heidenstücker immer wieder in den Blickpunkt der Öffentlichkeit.

Inzwischen ist der ursprünglich so aktive, in seinen besten Zeiten 60 Mitglieder umfassende Verein nahezu in der Versenkung verschwunden. Durch die fortschreitende Alterung der Spieler und infolge fehlenden Nachwuchses musste der Spielverkehr 2005 eingestellt werden. Auch mit dem letztmals 2004 veranstalteten Waldfest endete für die gesamte Siedlung leider eine liebenswerte Tradition.