Audio

gesprochen von Markus Kambeck

Der Krähenbrunnen

 

Nur einer der zahlreichen Karlsruher Brunnen steht in Grünwinkel. Es ist der Krähenbrunnen auf dem freien Platz bei der Durmersheimer Straße/Ecke Zeppelinstraße. Erinnernd an den alten Dorfnamen von Grünwinkel „Krähenwinkel“ steht er zwischen dem ehemaligen Ober­ und Unterdorf. Gegenüber am Eckhaus Durmersheimer Straße Nr. 47 ist eine Tafel angebracht, auf der die Geschichte von Grünwinkel in Kurzform zu lesen ist.

Durch das neue Stadtteilzentrum rückt der Krähenbrunnen an der Ecke Durmersheimer Straße/Zeppelinstraße mehr in den Blickpunkt.

Durch das neue Stadtteilzentrum rückt der Krähenbrunnen an der Ecke Durmersheimer Straße/Zeppelinstraße mehr in den Blickpunkt.

Im Auftrag des Bürgervereins schuf der Steinbildhauer Günther Kantz den Krähenbrunnen. Am 19. Oktober 1983 wurde er vom damaligen Oberbürgermeister Otto Dullenkopf enthüllt. Die Finanzierung ermöglichten eine großzügige Spende eines Grünwinklers, der unbekannt bleiben wollte, sowie Mittel des Bürgervereins und der Stadt. Beschreibung und Sinndeutung des Brunnen sind am besten dem Künstler selbst überlassen: „Auf einen Quellstein, der sich aus einem gepflasterten Becken erhebt, sprudelt das Wasser in einer kleinen Fontäne empor, um über den gezackten Rand, unter dem sich der Stein verjüngt, hinabzufallen. Auch die Zerklüftung des Steines, die Kerben und ‚Winkel‘ nehmen inhaltlich Bezug auf den Namen Grünwinkel, der außerdem auf der Oberfläche des Steines zu lesen ist. Zwei Krähen, sich einander neidisch durch das Wasser beäugend, bekrönen den Quellstein. Beide sind naturgetreu gegeben. Bei dem Krähenbrunnen handelt es sich um einen dekorativen Tierbrunnen mit stadtgeschichtlichem Bezug, bei dem das Wasser eine inhaltliche Funktion übernimmt und nicht nur am Rande als Beigabe erscheint“. Bei den beiden Krähen handelt es sich um eine naturgetreue Nachbildung von Saatkrähen, die dem Ort den Namen gaben.